Skeleton - was ist das?
Beim Skeleton saust man kopfüber eine Bahn hinunter. Die Sportart ist mittlerweile für Frauen und Männer Teil der olympischen Disziplinen. Teilweise werden beim Skeleton Geschwindigkeiten bis zu 135 km/h erreicht. Die Athleten liegen dabei bäuchlings auf einem Schlitten und steuern dabei durch den Eiskanal. Gemütlich Rodeln ist etwas anderes, beim Skeleton geht es um Geschwindigkeit.
Skeleton bei den Olympischen Spielen
Wie der Bobsport auch wurde Skeleton 1926 vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) zur olympischen Sportart erklärt. Die ersten Skeleton Wettbewerbe fanden 1928 bei den Olympischen Spielen in St. Moritz statt. Damals durften nur Männer am Skeleton teilnehmen. Nach diesem Auftakt war zunächst einmal Schluss mit dieser olympischen Disziplin. Erst 20 Jahre später wurde Skeleton wieder olympisch. Bei den Olympischen Winterspielen 1948 wurde Skeleton für Männer wiederum in St. Moritz ausgetragen. Auch diesmal war die Teilnahme bei Olympia nur von kurzer Dauer. Denn direkt danach wurde Skeleton wieder als olympische Disziplin gestrichen. Bevor Skeleton wieder ins olympische Programm aufgenommen wurde, vergingen diesmal weit mehr als 20 Jahre. Erst nach 54 Jahren wurden die nächsten olympischen Skeleton Wettbewerbe ausgetragen, diesmal bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City. In diesem Jahr war es nicht nur den Männern gestattet, Skeleton Wettbewerbe auszutragen, auch die Frauen konnten erstmals an olympischen Skeleton Wettbewerben teilnehmen.
Was passiert beim Skeleton?
Beim Skeleton werden rasante Geschwindigkeiten erzielt. Mit dem Kopf voran geht es durch den Eiskanal und das ganz ohne Bremse. Wer nun die Luft anhält, kann beruhigt wieder ausatmen, denn Skeleton ist weniger gefährlich, als es auf den ersten Blick aussieht. Verletzungsgefährdet sind meist Schultern, Ellenbogen und die Finger. Wer die Ideallinie schnell findet, der hat gute Chancen, als Sieger aus dem Skeleton Wettbewerb hervorzugehen. Die Athleten steuern durch winzig kleine Gewichtsverlagerungen des Oberkörpers den Skeletonschlitten durch den Eiskanal und erreichen dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 135 km/h. Mut gehört also in jedem Fall dazu, wenn man daran denkt, sich auf einen Skeletonschlitten zu legen. Zudem sollte man über einen durchtrainierten Körper verfügen.
Die Ausrüstung beim Skeleton
Neben der Ausrüstung und der Schlittenlänge ist im Reglement auch das Gewicht der Frauen und Männer festgeschrieben. Der Skeletonschlitten besteht aus einem massiven Stahlgerippe. Die Athleten tragen einen Stoffanzug, Handschuhe, Schutzhelm und entsprechende Schuhe.
Starten und Lenken
Wer zum ersten Mal beim Skeleton zuschaut, wird sich zumeist ein Lächeln beim Start nicht verkneifen können. Der Athlet stürzt sich geradezu auf seinen Skeletonschlitten und rennt in vollem Tempo gebückt los. Ungefähr 50 Meter dauert dieser Sprint, danach „hechtet“ der Sportler auf seinen Schlitten und ab geht die Fahrt. Gelenkt wird auf dem Schlitten in der Regel nur mit dem Oberkörper. Winzigste Bewegungen genügen, um den Schlitten möglichst in Ideallinie durch den Eiskanal zu lenken. Die Füße werden nur dann eingesetzt, wenn Not am Mann ist, in der Regel bleiben sie außen vor.
